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Die Ausbildung zum Matrosen/Bootsmann
Für eine Ausbildung zum Binnenschiffer spielt das Alter keine Rolle, d.h., weder ein Mindestalter noch ein Höchstalter ist für eine Ausbildung zum Binnenschiffer vorgeschrieben. Nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht, in der Regel Haupt- oder Realschulabschluss, kann es schon losgehen.
Jeder Ausbildungsbetrieb legt für sich Einstellungskriterien zur Besetzung seiner Ausbildungsplätze fest. Hierzu gehört die gesundheitliche Eignung, die durch eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung bestätigt wird. In der Binnenschifffahrtstauglichkeitsuntersuchung untersucht der Arbeitsmediziner das Hör-, Seh- und Farbunterscheidungsvermögen, damit später dem Aufstieg zum Schiffsführer keine gesundheitlichen Bedenken im Wege stehen.
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TIPP: Verschiedene Ausbildungsbetriebe gewähren in den Schulferien Schüler/innen, die sich für den Beruf des Binnenschiffers interessieren, einen zwei- bis dreiwöchigen Aufenthalt auf einem Schiff. Während einer solchen „Schnupperlehre“ (Praktikum) kann das umweltfreundliche Verkehrsmittel Schiff mit seiner Besatzung und deren Aufgaben kennengelernt werden. |
Nach der erfolgreichen Bewerbung (mit Bewerbungsschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Kopie des letzten Zeugnisses, Passfoto neueren Datums) bei einem Ausbildungsbetrieb dauert die Ausbildung in der Regel 3 Jahre.
Als Leichtmatrose (Schiffsmädchen-/-junge) wird die Ausbildung, wie allgemein üblich, im dualen System absolviert, d.h. die Praxis erfolgt an Bord eines fahrenden Schiffes des Ausbildungsbetriebes und die Theorie wird an der Schifferberufsschule vermittelt. Natürlich gibt es keine strikte Trennung zwischen Praxis und Theorie, so dass es vielmehr ein stetiger Erfahrungsaustausch zwischen Ausbildungsbetrieb, Schulschiff RHEIN und Schule gibt.
In Deutschland gibt es zur Zeit zwei Schifferberufsschulen. Die größte und modernste Schule ist das Schiffer-Berufskolleg RHEIN in Duisburg-Homberg. Mit dieser Schule arbeitet das Schulschiff RHEIN eng und vertrauensvoll zusammen, da die Auszubildenden während des 3-monatigen Berufschulblocks an Bord des Schulschiffes wohnen, verpflegt und betreut werden. Drei Lehrgänge mit je 12-14 Wochen Blockunterricht sind während der Ausbildungszeit zu besuchen; die Unterstufe im 1. Ausbildungsjahr, die Mittelstufe im 2. Ausbildungsjahr, die Oberstufe im 3. Ausbildungsjahr.
Ein weiterer Schulstandort befindet sich in Schönebeck (bei Magdeburg).
Die Ausbildung endet schließlich mit der erfolgreich abgelegten Abschlussprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK). Die Abschlussprüfung beinhaltet die Fertigkeits- und Kenntnisprüfung.
In der Fertigkeitsprüfung werden die Bereiche An- und Ablegen, technische Einrichtungen, Draht und Tauwerk instand halten, Beiboot fahren und Decksarbeiten geprüft. Die Kenntnisprüfung beinhaltet die Bereiche Nautik, Schiffsbetriebstechnik, Maschinen-/Motorentechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
Mit der Aushändigung des Facharbeiterbriefes erfolgt gleichzeitig der berufliche Aufstieg vom Leichtmatrosen zum Matrosen oder Bootsmann. Ab jetzt wird vom ehemaligen Leichtmatrosen erwartet, dass er befähigt ist, das Schiff betriebsfähig zu halten. Mit seiner Mitwirkung an Bord kann sich der Schiffsführer auf Entlastung freuen.
08.09.2010 Grundkurs "Sachkundiger in der Fahrgastschifffahrt"
Übergangsfrist läuft am 31.12.2010 ab... mehr











